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Wie viel Schlaf braucht man? Die kurze Antwort
Wie viel Schlaf man braucht, hängt vor allem vom Alter ab: Erwachsene kommen meist mit 7 bis 9 Stunden pro Nacht aus, Jugendliche brauchen 8 bis 10 Stunden, Schulkinder 9 bis 11 Stunden und Neugeborene sogar 14 bis 17 Stunden – diese Werte gelten als grobe Richtwerte. Wie viele Stunden Schlaf du persönlich brauchst, kann innerhalb dieser Spannen aber um 1 bis 2 Stunden schwanken – abhängig von Genetik, Aktivitätslevel, Stress und Gesundheitszustand. Ein grober Anhaltspunkt: Fühlst du dich ohne Wecker nach 7 bis 8 Stunden ausgeruht und bist tagsüber leistungsfähig, liegst du wahrscheinlich in deinem persönlichen Optimum.
Die folgenden Abschnitte zeigen dir konkrete Richtwerte nach Altersgruppe, erklären den Unterschied zwischen REM-Schlaf und Kernschlaf und geben dir einen einfachen Test, mit dem du deinen individuellen Schlafbedarf in einer Woche selbst ermitteln kannst.
Das Wichtigste in Kürze
- Erwachsene (18–64 Jahre) benötigen laut gängigen Empfehlungen 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht.
- Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren brauchen mit 8 bis 10 Stunden deutlich mehr als Erwachsene.
- Ein Schlafzyklus dauert rund 90 Minuten; pro Nacht durchläufst du im Schnitt 4 bis 6 davon.
- REM-Schlaf macht bei Erwachsenen etwa 20 bis 25 Prozent der Gesamtschlafzeit aus.
- Der individuelle Schlafbedarf lässt sich mit einem einfachen 7-Tage-Test recht zuverlässig eingrenzen.
Schlafdauer nach Alter: Tabelle im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die gängigen Richtwerte für die empfohlene Schlafdauer nach Altersgruppen zusammen. Sie dient als Orientierung, nicht als starre Vorgabe – manche Menschen liegen innerhalb der jeweiligen Spanne eher am unteren, andere eher am oberen Rand.
| Altersgruppe | Empfohlene Schlafdauer |
|---|---|
| Neugeborene (0–3 Monate) | 14–17 Stunden |
| Säuglinge (4–11 Monate) | 12–15 Stunden |
| Kleinkinder (1–2 Jahre) | 11–14 Stunden |
| Kindergartenkinder (3–5 Jahre) | 10–13 Stunden |
| Schulkinder (6–13 Jahre) | 9–11 Stunden |
| Jugendliche (14–17 Jahre) | 8–10 Stunden |
| Junge Erwachsene (18–25 Jahre) | 7–9 Stunden |
| Erwachsene (26–64 Jahre) | 7–9 Stunden |
| Ältere Erwachsene (65+ Jahre) | 7–8 Stunden |
Wie viel Schlaf braucht man mit 12, 13, 14, 15, 16 oder 17 Jahren?
Mit 12 und 13 Jahren zählst du im Sinne dieser Richtwerte noch zu den Schulkindern, weshalb 9 bis 11 Stunden empfohlen werden. Ab 14 Jahren beginnt die Phase der Jugendlichen, in der 8 bis 10 Stunden als ausreichend gelten – das betrifft also die Fragen, wie viel Schlaf man mit 14, 15, 16 oder 17 Jahren braucht, gleichermaßen. Gerade in der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr häufig nach hinten, wodurch viele Jugendliche abends später müde werden und morgens schwerer aus dem Bett kommen. Das ist kein Zeichen von Faulheit, sondern hormonell bedingt und ein häufiger Grund, warum Teenager an Schultagen oft zu wenig Schlaf bekommen.
Wie viel Schlaf braucht man als Erwachsener (18 bis 64 Jahre)?
Ob mit 18, 19, 20, 21, 30 oder 50 Jahren – für den gesamten Erwachsenenbereich gelten einheitlich 7 bis 9 Stunden pro Nacht als Richtwert. Innerhalb dieser Spanne ist die Streuung individuell recht groß: Manche Menschen fühlen sich bei konstant 7 Stunden fit, andere brauchen verlässlich 8,5 Stunden, um sich erholt zu fühlen. Entscheidend ist weniger die exakte Stundenzahl als die Frage, ob du tagsüber ohne größere Müdigkeitseinbrüche durchkommst.
Wie viel Schlaf braucht man ab 60 oder mit 70 Jahren?
Ab etwa 65 Jahren sinkt der Richtwert leicht auf 7 bis 8 Stunden, wobei viele ältere Menschen mit 60 Jahren noch näher am Erwachsenen-Richtwert von 7 bis 9 Stunden liegen. Im Alter verändert sich häufig die Schlafarchitektur: Der Tiefschlafanteil nimmt ab, während nächtliches Aufwachen zunimmt, sodass die Gesamtschlafzeit trotz ähnlichem Bedarf fragmentierter wirkt. Wer im Alter regelmäßig unter 6 Stunden Schlaf oder unter starker Tagesmüdigkeit leidet, sollte das ärztlich abklären lassen, statt es allein aufs Alter zu schieben.
Wie viel REM-Schlaf und Kernschlaf braucht man wirklich?
Schlaf verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen von jeweils etwa 90 Minuten, die sich in einer typischen Nacht 4- bis 6-mal wiederholen. Jeder Zyklus besteht aus Leichtschlaf, Tiefschlaf (dem sogenannten Kernschlaf) und REM-Schlaf, wobei sich die Anteile über die Nacht verschieben. Der Kernschlaf, also die Tiefschlafphasen, macht bei Erwachsenen etwa 13 bis 23 Prozent der Gesamtschlafzeit aus und konzentriert sich vor allem auf die erste Nachthälfte – hier finden viele Regenerationsprozesse des Körpers statt.
Der REM-Schlaf nimmt bei Erwachsenen rund 20 bis 25 Prozent der Nacht ein. Bei 8 Stunden Schlaf entspricht das etwa 96 bis 120 Minuten, verteilt auf mehrere REM-Phasen, die gegen Morgen länger werden. Wie viel REM-Schlaf man braucht, lässt sich nicht isoliert festlegen: Er stellt sich automatisch ein, solange die Gesamtschlafzeit ausreicht und der Schlaf nicht ständig unterbrochen wird. Wird die Schlafzeit chronisch verkürzt, geht überproportional oft REM-Schlaf verloren, was sich häufig durch Konzentrationsprobleme und emotionale Labilität am Tag bemerkbar macht.
Woher weißt du, wie viel Schlaf du wirklich brauchst? Der 7-Tage-Test
Um deinen individuellen Schlafbedarf herauszufinden, brauchst du keine Geräte, sondern vor allem ein freies Wochenprogramm ohne feste Weckzeit:
- Wähle eine Woche, in der du keine frühen Termine hast, idealerweise im Urlaub.
- Geh an jedem Abend zur gleichen Uhrzeit ins Bett, sobald du dich müde fühlst.
- Stelle keinen Wecker und lass dich natürlich aufwachen.
- Notiere dir jeden Morgen die tatsächliche Schlafdauer in Stunden.
- Ignoriere die ersten 2 bis 3 Nächte – hier wird oft noch ein bestehendes Schlafdefizit nachgeholt.
- Bilde ab der vierten Nacht den Durchschnitt der restlichen Nächte.
- Dieser Durchschnittswert ist eine gute Annäherung an deinen persönlichen Schlafbedarf.
Wiederholst du diesen Test nach einigen Monaten, kannst du prüfen, ob sich dein Bedarf durch Alter, Stresslevel oder Trainingsumfang verändert hat.
Warum der individuelle Schlafbedarf so unterschiedlich ist
Dass die empfohlenen Spannen so breit ausfallen, hat mehrere Gründe:
- Genetische Veranlagung beeinflusst, ob du eher zum Kurz- oder Langschläfer gehörst.
- Körperliche Aktivität und intensives Training erhöhen häufig den Erholungsbedarf.
- Psychischer Stress und mentale Belastung verbrauchen zusätzliche Regenerationskapazität.
- Akute Erkrankungen oder Infekte steigern den Schlafbedarf meist vorübergehend.
- Bildschirmzeit am Abend und unregelmäßige Schlafzeiten verschlechtern die Schlafqualität, wodurch mehr Zeit im Bett nötig wird, um sich gleich gut erholt zu fühlen.
- Koffein- und Alkoholkonsum am Nachmittag oder Abend können die Tiefschlafphasen verkürzen.
So baust du dir eine Routine für erholsamen Schlaf auf
- Steh und geh täglich zur gleichen Uhrzeit ins Bett – auch am Wochenende, mit maximal 1 Stunde Abweichung.
- Reduziere Bildschirmzeit in den letzten 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen.
- Halte dein Schlafzimmer kühl, bei etwa 16 bis 19 Grad Celsius, und möglichst dunkel.
- Vermeide Koffein ab dem frühen Nachmittag, da die Halbwertszeit oft 5 bis 6 Stunden beträgt.
- Baue ein festes Abendritual ein, zum Beispiel Lesen, Dehnen oder eine kurze Atemübung.
- Geh nur ins Bett, wenn du wirklich müde bist, statt aus Gewohnheit früh liegen zu bleiben.
In den ersten 1 bis 2 Wochen einer neuen Routine ist es normal, dass du dich noch nicht sofort erholter fühlst oder anfangs sogar wacher liegst, weil sich dein Körper erst auf die neuen Zeiten einstellen muss. Bleib trotzdem konsequent, viele Effekte zeigen sich erst nach etwa 3 bis 4 Wochen.
Schlaf-Do's & Don'ts
Do's:
- Halte deine Zubettgehzeit auch am Wochenende innerhalb von 1 Stunde konstant.
- Nutze Tageslicht am Morgen, um deine innere Uhr zu stabilisieren.
- Schaffe ein dunkles, kühles und ruhiges Schlafzimmer als festen Rückzugsort.
Don'ts:
- Vermeide es, verlorenen Schlaf am Wochenende mit mehr als 2 Stunden "Nachschlafen" auszugleichen, da das den Rhythmus weiter stört.
- Trinke keinen Kaffee oder Energydrinks mehr nach dem frühen Nachmittag.
- Nutze dein Bett nicht als Arbeits- oder Streaming-Ort, damit dein Gehirn Bett mit Schlaf verknüpft.
- Greif nicht regelmäßig zu Alkohol als Einschlafhilfe, da er die Tiefschlafphasen nachweislich verkürzt.
Besondere Situationen: Sport, Stress und Muskelaufbau
Wie viel Schlaf braucht man für Muskelaufbau und Sport?
Wer regelmäßig intensiv trainiert, profitiert häufig vom oberen Ende der Erwachsenen-Spanne, also von 8 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht. Ein großer Teil der Muskelregeneration und Ausschüttung von Wachstumshormonen findet in den Tiefschlafphasen statt, weshalb Sportler bei verkürztem Schlaf oft eine langsamere Regeneration und ein höheres Verletzungsrisiko bemerken. Zusätzliche kurze Ruhephasen tagsüber von 20 bis 30 Minuten können an intensiven Trainingstagen sinnvoll sein, ersetzen aber nicht die nächtliche Kernschlafzeit.
Schlafbedarf bei Stress, Prüfungen oder viel Bildschirmzeit
In stressigen Phasen wie Prüfungszeiten steigt der subjektive Erholungsbedarf oft, obwohl gleichzeitig das Einschlafen schwerer fällt – ein typischer Teufelskreis. Wer regelmäßig bis kurz vor dem Schlafengehen am Bildschirm sitzt, verkürzt durch das blaue Licht häufig unbemerkt die Einschlafzeit und die Tiefschlafanteile. In solchen Phasen hilft es besonders, feste Zubettgehzeiten trotz Stress einzuhalten, statt Schlaf als Erstes zu opfern.
Produkte für einen erholsamen Schlaf
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für Ernährungsumstellung, Bewegung oder ärztlich verordnete Medikamente, können eine ausgewogene Routine aber sinnvoll ergänzen:
Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einer normalen psychischen Funktion bei. Der Magnesium 6x Komplex + B6 kombiniert mehrere Magnesiumverbindungen für eine gute Verträglichkeit.
Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen, wenn kurz vor dem Schlafengehen mindestens 1 mg aufgenommen wird. Das Melatonin-Präparat von Nature Nation ist entsprechend niedrig dosiert und für die abendliche Einnahme gedacht.
Ashwagandha (Withania somnifera) ist ein pflanzlicher Wurzelextrakt, der traditionell in der ayurvedischen Praxis verwendet wird. Das Ashwagandha (10% Withanolide)-Präparat liefert einen standardisierten Withanolid-Gehalt für die tägliche Einnahme.
Ätherisches Lavendelöl wird traditionell für einen beruhigenden Raumduft am Abend genutzt und kann Teil eines festen Einschlafrituals sein. Bei Hautkontakt solltest du das Ätherische Bio-Lavendelöl immer zuerst mit einem Trägeröl verdünnen und die Anwendungsempfehlung auf der Verpackung beachten.
Wann solltest du wegen Schlafproblemen zum Arzt?
Gelegentliche schlechte Nächte sind normal und meist kein Grund zur Sorge. Anders sieht es aus, wenn Einschlaf- oder Durchschlafprobleme über 4 Wochen oder länger fast täglich auftreten, wenn du trotz ausreichender Schlafzeit tagsüber stark erschöpft bist oder wenn dein Partner beziehungsweise deine Partnerin lautes Schnarchen mit Atempausen bemerkt. Solche Anzeichen können auf eine behandlungsbedürftige Schlafstörung wie chronische Insomnie oder eine Schlafapnoe hinweisen. In diesen Fällen ersetzt dieser Artikel keine ärztliche Beratung – wende dich an deine Hausarztpraxis oder ein Schlaflabor, um die Ursache abklären zu lassen.
Häufige Fragen
Wie viel Schlaf braucht man mindestens pro Nacht?
Für gesunde Erwachsene gelten weniger als 6 Stunden Schlaf über einen längeren Zeitraum als zu wenig, auch wenn manche Menschen sich subjektiv daran gewöhnt fühlen. Als absolute Untergrenze für die meisten Erwachsenen werden häufig 6 bis 7 Stunden genannt, wobei 7 bis 9 Stunden als eigentlicher Zielbereich gelten. Wer regelmäßig deutlich darunter liegt, riskiert langfristig Konzentrationsprobleme und ein erhöhtes Risiko für verschiedene Gesundheitsbeschwerden. Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
Wie viel Schlaf braucht man als Erwachsener genau?
Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren benötigen in der Regel 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht, unabhängig davon, ob sie 20, 30 oder 50 Jahre alt sind. Wo genau innerhalb dieser Spanne du liegst, hängt von Faktoren wie Aktivitätslevel, Stress und individueller Veranlagung ab. Am zuverlässigsten findest du deinen persönlichen Wert über mehrere Nächte ohne Wecker heraus, wie im 7-Tage-Test im Artikel beschrieben.
Wie viel REM-Schlaf braucht man pro Nacht?
Bei Erwachsenen macht der REM-Schlaf üblicherweise etwa 20 bis 25 Prozent der gesamten Schlafzeit aus. Bei einer typischen Schlafdauer von 8 Stunden entspricht das rund 96 bis 120 Minuten, verteilt auf mehrere Phasen im Verlauf der Nacht. REM-Schlaf lässt sich nicht gezielt "auffüllen", er stellt sich von selbst ein, wenn Gesamtschlafzeit und Schlafqualität ausreichen.
Wie viel Schlaf braucht man mit 13 oder 14 Jahren?
Mit 13 Jahren gilt man im Sinne der gängigen Richtwerte noch als Schulkind, weshalb 9 bis 11 Stunden Schlaf empfohlen werden. Ab 14 Jahren beginnt die Jugendphase, in der 8 bis 10 Stunden als ausreichend gelten. Bei Kindern und Jugendlichen ist eine feste Schlafenszeit besonders wichtig; dieser Beitrag ersetzt keine kinderärztliche Beratung, bei anhaltenden Schlafproblemen ist die Kinderarztpraxis die richtige erste Anlaufstelle.
Wie findet man heraus, wie viel Schlaf man individuell braucht?
Am zuverlässigsten gelingt das mit dem im Artikel beschriebenen 7-Tage-Test: In einer Woche ohne festen Wecker ins Bett gehen, wenn du müde bist, natürlich aufwachen und die Schlafdauer ab der vierten Nacht im Schnitt notieren. Dieser Durchschnittswert nähert sich deinem persönlichen Schlafbedarf gut an, da anfängliches Nachholen von Schlafdefizit die ersten Nächte verzerrt. Für die Abendroutine während eines solchen Tests kann ein warmes Bad ebenfalls zur Entspannung beitragen.
Unsere Redaktion erstellt und prüft alle Gesundheits-Inhalte sorgfältig auf Basis anerkannter Quellen — darunter staatliche Gesundheitsportale und Fachliteratur — und aktualisiert sie regelmäßig. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen
- gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Schlafstörungen. gesund.bund.de
- bzga.de (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung): Erwachsenengesundheit: Schlaf. bzga.de
- gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Guter Schlaf: Was hilft?. gesund.bund.de