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Was sind rissige Fersen? Rhagaden und Schrunden einfach erklärt
Rissige Fersen kennst du vielleicht als kleine, unschöne Risse am Rand der Fußsohle, die spannen, ziehen oder sogar schmerzen. In der Fachsprache werden diese Einrisse als Rhagaden oder Schrunden bezeichnet. Sie entstehen, wenn die Hornhaut an der Ferse zu dick und zu trocken wird und beim Auftreten nicht mehr mitgeht.
Die Haut an der Ferse hat kaum Talgdrüsen und ist dadurch besonders anfällig für Trockenheit. Fehlt Feuchtigkeit, verliert die Hornschicht ihre Elastizität – kleine Risse entstehen zuerst oberflächlich, können bei Belastung aber tiefer werden. Ein tiefer Riss in der Ferse ist mehr als ein kosmetisches Problem: Er kann bluten, sich entzünden und beim Gehen richtig schmerzen.
Soforthilfe: Dein 24-Stunden-Plan bei rissigen Fersen
Wenn deine Fersen akut spannen oder erste Risse zeigen, hilft dieser einfache Plan:
- Fußbad: 10–15 Minuten warmes Wasser mit etwas Salz oder Ölzusatz, um die Hornhaut aufzuweichen.
- Sanft peelen: Mit Bimsstein oder Fußfeile vorsichtig die aufgeweichte, verhärtete Hornhaut abtragen – nicht zu aggressiv.
- Abtrocknen und eincremen: Reichhaltige Creme großzügig auftragen, besonders in die Risse einarbeiten.
- Über Nacht einwirken lassen: Baumwollsocken überziehen, damit die Pflege einziehen kann.
- Wiederholen: An den folgenden Tagen 1x täglich eincremen, Peeling 1–2x pro Woche wiederholen.
Ursachen für rissige Fersen
Trockene rissige Fersen haben selten nur eine Ursache. Typische Auslöser sind:
- Langes Stehen oder Gehen auf hartem Untergrund
- Offene Schuhe oder Schuhe ohne Fersenhalt
- Trockene Heizungsluft im Winter, häufiges heißes Baden
- Übergewicht, das den Druck auf die Fersen erhöht
- Nährstoffmangel, z. B. an Zink, Vitamin A oder Vitamin D
- Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte
- Diabetes mellitus mit veränderter Durchblutung der Füße
- Schilddrüsenunterfunktion – rissige Fersen und Schilddrüse hängen oft zusammen, da eine Unterfunktion die Haut generell trocken und rau machen kann
- Zunehmendes Alter, wodurch die Haut weniger Feuchtigkeit speichert
Wenn trotz konsequenter Pflege keine Besserung eintritt, kann es sich lohnen, die Schilddrüsenwerte beim Hausarzt checken zu lassen.
Die richtige Routine gegen rissige Fersen
Damit sich Risse in der Ferse gar nicht erst bilden, hilft eine feste Routine:
- Tägliches Eincremen nach dem Duschen oder Baden, solange die Haut noch leicht feucht ist.
- Wöchentliches Peeling, um Hornhaut in Schach zu halten, ohne sie komplett zu entfernen (etwas Hornhaut schützt).
- Passendes Schuhwerk mit gutem Fersenhalt wählen, besonders im Sommer.
- Ausreichend trinken, damit die Haut von innen versorgt wird.
- Nährstoffe im Blick behalten – vor allem Zink und Vitamine, die für die Hautbarriere wichtig sind.
Tiefer Riss in der Ferse – was tun?
Ein tiefer Riss in der Ferse braucht besondere Vorsicht:
- Nicht selbst aufstechen oder mit scharfen Klingen bearbeiten.
- Wunde reinigen und mit einem Pflaster schützen, damit kein Schmutz eindringt.
- Reichhaltige, am besten unparfümierte Creme rund um den Riss auftragen – bei noch nässenden Wunden nicht direkt hinein.
- Belastung reduzieren, wo möglich, bis die Haut sich schließt.
- Blutet der Riss stark, ist er sehr tief oder heilt er nach einigen Tagen nicht, gehört er in fachkundige Hände (Hausarzt oder Podologie).
Rhagaden am Fuß – auch zwischen den Zehen möglich
Rhagaden am Fuß beschränken sich nicht nur auf die Ferse. Auch zwischen den Zehen oder am Fußrand können sich schmerzhafte Einrisse bilden, begünstigt durch Feuchtigkeit, Reibung oder Pilzinfektionen. Hier ist besondere Hygiene wichtig, da diese Stellen anfälliger für Entzündungen sind.
Hausmittel gegen rissige Fersen
Viele bewährte Hausmittel können die Pflege ergänzen:
- Olivenöl- oder Kokosöl-Fußbad: einige Tropfen ins warme Wasser geben, anschließend eincremen.
- Honig-Maske: dünn auf die Fersen auftragen, 15 Minuten einwirken lassen, abspülen – Honig wird traditionell als feuchtigkeitsspendend geschätzt.
- Nachtsocken-Trick: reichhaltige Pflege dick auftragen und über Nacht Baumwollsocken tragen.
- Apfelessig-Fußbad: ein Schuss Apfelessig ins Fußbad geben, soll die Hornhaut sanft aufweichen.
Hausmittel können unterstützen, ersetzen aber bei starken oder infizierten Rissen keine gezielte Pflege oder ärztliche Abklärung.
Produkte gegen rissige Fersen
Für die tägliche Pflege lohnt sich eine reichhaltige, rückfettende Creme, die tief einzieht und die Hautbarriere unterstützt.
- Die Tallow Rindertalg Creme Natur ist eine 100% natürliche, unparfümierte Pflege, die sich besonders für sehr trockene, strapazierte Stellen wie die Fersen eignet – ideal als reichhaltige Nachtpflege unter Baumwollsocken.
- Zink 25mg, 365 Tabletten unterstützt die Hautbalance von innen und kann sinnvoll sein, wenn ein Nährstoffmangel mit zur trockenen Haut beiträgt.
- Kollagen Pulver Hydrolysat, 450g liefert Peptide, die die Haut von innen bei der Regeneration unterstützen können – ergänzend zur äußeren Pflege.
- Vitamin D3 + K2 trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei – besonders relevant, wenn wenig Sonnenlicht zur Verfügung steht.
Do's & Don'ts bei rissigen Fersen
Do's:
- Täglich eincremen, besonders nach dem Duschen
- Bequeme Schuhe mit Fersenhalt tragen
- Regelmäßig, aber sanft, Hornhaut entfernen
- Auf ausreichend Feuchtigkeit von innen und außen achten
Don'ts:
- Nicht mit Rasierklingen oder scharfen Gegenständen an der Hornhaut arbeiten
- Nicht barfuß auf rauem Untergrund laufen, wenn die Fersen schon rissig sind
- Offene, tiefe Risse nicht ignorieren
- Nicht ausschließlich auf Hausmittel setzen, wenn sich nach Wochen keine Besserung zeigt
Wann zum Arzt oder Dermatologen?
In den meisten Fällen lassen sich rissige Fersen gut mit konsequenter Pflege in den Griff bekommen. Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn:
- der Riss sehr tief ist, stark blutet oder nässt
- sich Rötung, Schwellung oder Eiter zeigt (Anzeichen einer Entzündung)
- du an Diabetes leidest, da hier auch kleine Wunden am Fuß ernst genommen werden sollten
- die Risse trotz mehrwöchiger Pflege nicht besser werden
- du vermutest, dass eine Schilddrüsenunterfunktion oder andere Grunderkrankung dahintersteckt
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheit wende dich an deinen Hausarzt, eine Dermatologin oder eine Podologie-Praxis.
Häufige Fragen
Was hilft am schnellsten gegen rissige Fersen?
Ein warmes Fußbad, gefolgt von sanftem Peeling und einer reichhaltigen Pflege wie der Tallow Rindertalg Creme Natur über Nacht, bringt oft schon nach wenigen Tagen eine spürbare Verbesserung. Wichtig ist die regelmäßige Wiederholung, nicht die einmalige Anwendung.
Können rissige Fersen mit der Schilddrüse zusammenhängen?
Ja, eine Schilddrüsenunterfunktion kann die Haut insgesamt trockener und rissiger machen, auch an den Fersen. Wenn die Pflege trotz Konsequenz nicht hilft, kann eine ärztliche Abklärung der Schilddrüsenwerte sinnvoll sein.
Was tun bei einem tiefen Riss in der Ferse?
Reinige die Stelle vorsichtig, schütze sie mit einem Pflaster und vermeide starke Belastung. Blutet der Riss stark oder heilt er nach einigen Tagen nicht, solltest du ihn ärztlich untersuchen lassen, statt selbst daran zu manipulieren.
Welche Hausmittel helfen gegen rissige Fersen?
Fußbäder mit Öl oder etwas Apfelessig, eine Honigmaske oder der Nachtsocken-Trick mit reichhaltiger Creme werden häufig empfohlen. Ergänzend kann Kollagen Pulver Hydrolysat die Haut von innen unterstützen.
Wie oft sollte ich die Hornhaut an den Fersen entfernen?
Ein sanftes Peeling ein- bis zweimal pro Woche reicht meist aus. Zu häufiges oder zu aggressives Abtragen kann die Haut zusätzlich reizen und die Rissbildung sogar fördern.
Unsere Redaktion erstellt und prüft alle Gesundheits-Inhalte sorgfältig auf Basis anerkannter Quellen — darunter staatliche Gesundheitsportale und Fachliteratur — und aktualisiert sie regelmäßig. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen
- gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Trockene Haut: Woher kommt sie und was kann man dagegen tun?. gesund.bund.de
- diabinfo.de (Helmholtz Munich, BMG-gefördert): Diabetisches Fußsyndrom: Folge- und Begleiterkrankungen. diabinfo.de
- gesundheitsinformation.de (IQWiG): Neurodermitis bei Babys, Kleinkindern und Erwachsenen. gesundheitsinformation.de